LESEPROBEN

Ich schreibe gern.

Fiktion, Information oder Vortrag. Im Gegenüber entsteht über die Präzision der Bilder, die ich schreibe, Wirklichkeit. Wirklichkeit schafft Möglichkeiten.

Sie haben Stichwörter und ein Manuskript, wissen aber nicht genau? Sie haben eine Rede, einen Vortrag zu halten, sind sich aber nicht sicher? Sie brauchen andere Texte?

Ich schaue gerne durch Ihr Material, baue es um, finde frische Worte für Ihre Ideen.

Begrüßungsrede für Gerald Koller bei einer Veranstaltung zur Vorstellung seines Buches                    'Mut zur Lücke'. 

aus ANMODERATION EINES VORTRAGS

Ich wünsche einen schönen guten Abend, meine Damen und Herren! Und freu mich, dass so viele gekommen sind. 

Und freu mich, dass ich hier heute Abend mit Ihnen zusammen Herrn Gerald Koller begrüßen darf. Der als Autor und Konzeptentwickler Bildungsimpulse entwickelt. Und dabei als Kartograph und Brückenbauer die Dinge und Konstellationen neu betrachtet und verknüpft und verbindet. Damit Wandel geschehen kann. Herzlich willkommen.

Wenn sich Wirklichkeiten verändern und wir nicht von diesen Veränderungen mitgerissen werden wollen in Gegebenheiten, die wir gar nicht mögen, müssen wir Mitgestalter sein dieser Veränderungen und dieser Wirklichkeiten.

Nun weiß man vorher aber immer nicht, wie das denn dann genau ausschauen wird, was man angepackt hat zur Veränderung. Wir sind also gezwungen, ein gewisses Risiko einzugehen. 

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Kurze Biographien von Persönlichkeiten, nach denen die Zimmer in einem kleinen Hotel benannt 
sind. Hier das Zimmer von Heinrich von Kleist.

über HEINRICH VON KLEIST

Ein Gedanke beherrschte das Leben des Heinrich von Kleist, und dies mit einer ungeheuren Macht und Schwere. Es ist der Zweifel an den Tatsächlichkeiten, den wir gemeinhin doch nach kurzem Zögern und flüchtigem Bedenken gerne zur Seite schieben und uns nun in Sicherheit wiegend in das uns Unumgängliche fügen. Wir wollen hinein, in unseren Alltag, in unsere Lebensgemeinschaften. Wir wollen nicht so gerne hinterfragen. Diese Welt ist wie sie ist und die Gegebenheiten und ihre Bedingungen ebenso. Also leben wir unsere Tage und handeln. 

„Wir können nicht entscheiden, ob das was wir Wahrheit nennen, wahrhaftig Wahrheit ist oder ob es uns nur so scheint […] Mein einziges, mein höchstes Ziel ist gesunken, ich habe nun keines mehr.“ [1] So schrieb aber Kleist im Jahre 1801 in einem Brief an seine Verlobte Wilhelmine. 

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Prosa

aus Aus dem Fenster

‚Aus dem Fenster Schauen ist schön. Man sieht die Spitze des Kirchturms. Manchmal bimmelt’ s dort. 

Viel Schnee liegt auf dem Dorfplatz. Man kann vom Fenster aus hinunter sehen. Den ganzen Tag hat es heute geschneit. Fette, flauschige Flocken. Vor einer Stunde hat der Messdiener einen Weg geschaufelt, vom Kirchtor hinüber zum Fußgängerüberweg, der die Straße überquert, die hinausführt, weg von meinem Fenster, zur nahen Stadt. Es ist achtzehn Uhr. Gleich. Gleich bimmelt’s. Draußen ist es dunkel, schon eine Weile, zwei Laternen beleuchten spärlich den Platz, Zitronenlicht flattert herum in der Luft, zersprenkelt den Schnee, der am Fenster vorbei auf die Straße taumelt. 

Ganz links am Rand meines Blicks ein grünes Haus, ich sehe die Tür und in das Wohnzimmerfenster hinein. Da wohnen drei Männer und eine Frau, ich bin mir fast sicher. Hinten im Zimmer, dort: ein Bild an der Wand, ich kann es nicht richtig erkennen. Ein Fernsehgerät steht darunter. Da steht auch ein Tisch, ich sehe sie manchmal sitzen. 

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